REBSORTEN

Grüner Veltliner

Pfeffrige Würze, meist trocken ausgebaut

 

Mit einem Anteil von rund einem Drittel an der gesamten Weinbaufläche ist der Grüne Veltliner die häufigste Sorte, die in Österreich angebaut wird. Das Qualitätsspektrum des Grünen Veltliner ist sehr weitreichend: es beginnt beim leichten, spritzigen Wein, der am besten jung - als Heuriger - getrunken wird und geht bis zur substanz- und alkoholreichen Spätlese, die auch durchaus lagerfähig ist.

Weißburgunder

Feines Duftspiel, kraftvoll, rassig


Wenn seine Trauben die Vollreife erlangen, wächst der Weißburgunder in Österreich zu einem substanzreichen Weißwein mit feinem, mandelartigem Geschmack und pikanter Säure heran. Die international als Pinot Blanc bekannte Rebsorte entwickelt sich zumeist auch sehr gut in der Flasche. Aufgrund ihrer dezenten Art eignet sie sich auch für Cuvées mit anderen Sorten und für die Lagerung in neuen, kleinen Eichenholzfässern (Barrique).

Neuburger

Nußartig, voll, mild


Der Überlieferung nach hat die Donau Österreich diese ureigene Sortenspezialität geschenkt. So soll im Jahre 1950 in der Wachau eine unbekannte Rebe angeschwemmt worden sein, die von den Weinbauern dann angepflanzt und Neuburger getauft wurde. Der Neuburger erbringt vornehm-zurückhaltende, manchmal im Duft etwas neutrale Weißweine von kraftvoller, aber milder Art; charakteristisch ist sein feiner, nußartiger Geschmack.

Welschriesling

Feinwürzig, erfrischend, fruchtbetont

 

Der in Österreichs Rieden seit langem heimische Welschriesling ist mit dem Riesling (Rheinriesling) nicht verwandt. Er liefert in erster Linie frisch-fruchtige, in ihrer Jugend zu genießende Weine; er kann aber auch ausgezeichnete Prädikatsweine hervorbringen, deren Blume und Rasse lange anhält.

Chardonnay (Morillon)

Reife Äpfel – Exotische Früchte, extraktreich, angenehme Säure

 

Eine eigenständige Rebe, die qualitätsmäßig über dem Weißen Burgunder liegt. Er ist eleganter und feiner im Geschmack und braucht eine gewisse Fass- und Flaschenreife. Unter den Österreichischen Weißweinsorten lässt er sich wahrscheinlich am besten in Barriquefässern ausbauen.

Blauer Portugieser

Traubig, mild, wenig Gerbstoff

 

Der Blaue Portugieser soll durch einen Weinhändler aus Porto nach Niederösterreich, genauer gesagt Bad Vöslau, gekommen sein. Da sich die Rebsorte sehr rasch entwickelt, sollte sie im Allgemeinen jung getrunken werden. Speziell in der Thermenregion können in guten Jahren milde und saftige Rotweine mit weichem Tannin und angenehmem Veilchenduft gewonnen werden. Auch auf den Weinviertler „Rotweininseln“ gedeihen traubige und harmonische Portugieser.

Zweigelt

Kirschfrucht, charmant, samtig

 

Die Sortenbezeichnung geht auf den österreichischen Züchter Prof. Zweigelt zurück, dem diese erfolgreiche Kreuzung von Blaufränkisch mit St. Laurent gelang. Als Jungwein besitzt der Zweigelt ein ausgeprägt fruchtiges Bukett, das mit der Reife runder und feiner wird. Die Qualitäten reichen vom jung zu trinkenden, leichten Tischwein bis zu kraftvollen Lagerweinen. Die solide Zweigeltrebe vermag in allen heimischen Rotweingegenden gute Resultate zu erzielen und gilt daher zu Recht als die österreichische Rotweinhoffnung.

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